Archiv der Kategorie: Denkmalgeschützt

Bauaufnahme, Nutzungsänderung, Instandsetzung einer niederrheinischen Hofanlage

Es begann mit dem Aufmaß und der Bestandsaufnahme. Dann folgten der Vorentwurf und Entwurf, jeweils mit intensiver Abstimmung mit der Denkmalbehörde. Die nötigen Maßnahmen zur Erhaltung des Denkmals werden ausführlich beschrieben, der Vermesser und Statiker einbezogen. Vorläufige Ergebnisse sind der Bauantrag und der Antrag auf Landeszuschüsse. Als nächstes steht eine gründliche, detailierte Werkplanung an.

 

 

Fachwerkscheune – Die Aufmaßpläne sind fertig

Umbau einer denkmalgeschützen Fachwerkscheune von 1775

Als Grundlage für die weitere Planung sind Bestandspläne nötig – eigentlich eine Binsenweisheit, dennoch oft stiefmütterlich behandelt. Wir haben aufgemessen, eine ausführliche Fotodokumentation erstellt und dann Pläne gezeichnet. Hierbei gilt es abzuwägen zwischen wissenschaftlicher Akribie, atmosphärischen Zeichnungen und pragmatischer Notwendigkeit. Als Nächstes folgt die zeichnerische Darstellung der Zustände der einzelnen Gefache und des Fachwerks. Parallel wird nun mit dem Vorentwurf begonnen.

  
  
  

 

Fachwerkscheune – Es beginnt mit der Bauaufnahme

Ein schöner neuer Auftrag: der Umbau einer denkmalgeschützen Fachwerkscheune von 1775 in ein Ferienhaus. Er beginnt mit der Bauaufnahme, also dem Aufmaß und der Dokumentation des baulichen Zustandes.

Ich messe gerne von Hand auf, unterstützt von einer ausführlichen Fotodokumentation. Durch die Auseinandersetzung mit dem Haus bei der Handarbeit lerne ich es intensiver kennen, als mit moderner, Computer gestützter Vermessungstechnik. Letztere ist möglicherweise schneller, was das Maßliche angeht.

  

Bei einer Baufnahme geht es darum, das Gebäude zu verstehen und Stärken und Schwächen zu erkennen. Da rentiert sich die „gute, alte Handarbeit“.

 

Bürgerhaus mit Stall aus den 17. Jahrhundert

Gemeinsam mit den Büro „reginaltypische Bauwerke„, Sonja Palmer: Bauaufnahme, Gesamtkonzept, Umbau des ehemaligen Pferdestalls zu Wohnraum.

     
     

Nach der Bauaufnahme und Untersuchungen zur Bauforschung ist der aktuelle Stand des Projektes der Abschluss der Entwurfsphase für den Umbau. Zur Zeit arbeiten wir an der Kostenschätzung.

Hier die Fortsetzung.

 

Austausch von Asbestzementplatten in einer Kirche

Im Zuge von Instandhaltungsmaßnahmen der Kirche wurden die Asbestzementplatten der Geländer des Chores entfernt und durch von uns gestaltete Holzfüllungen ersetzt. Die vorhandene Metallkonstruktion sollte sichtbar erhalten bleiben. Die Handläufe und Brüstungsplatten aus Holz wurden mit Natur-Hartöl behandelt.

  

  

Obwohl die Kirche nicht denkmalgeschützt war, wollten wir den bisher unverfälschten Charakter erhalten. Man sollte meinen, alles sei ursprünglich so gedacht, wie es nun ist. Die ursprünglich Gestaltungsidee, entsprechend ihrer Zeit, wurde gewürdigt und, mit Mitteln des ökologischen Bauens, gleichzeitig von Ihrem gesundheitsgefährdendem Potential befreit.

 

Für ein Künstlerehepaar

Eine Goldschmiedin, ein Goldschmied und Bildhauer, beide auch Ökobauern, mussten von Ihrem gemieteten Hof weg. Es ist schon eine Weile her. Beim Durchsehen meines Archives ist mir das Projekt wieder in die Hände gefallen. Viel Material ist nicht übrig, nachdem mir vor Jahren das Büro buschstäblich ausgeräumt wurde. Dennoch, es war ein schönes und ungewöhnliches Projekt für ungewöhnliche, sehr interessante Menschen, federführend von Marie-Luise Paproth entworfen. Die Aufgabe war einen Entwurf als Masterplan für die sukzessive Modernisierung des neuen Hofes zu erarbeiten. Da alle Arbeiten in Eigenleistung ausgeführt werden sollten, lag es schon deswegen nahe, möglichst wenig baulich zu verändern, sondern die vorhandenen Räume neu zu ordnen, umzunutzen und technisch aufzuwerten. Nicht zuletzt galt es den nötigen Respekt gegenüber dem alten Fachwerk- und Ziegelhof zu zollen. So ist ein Plan entstanden, der Wohnen, Werkstätten und in den Nebengebäuden Raum für die Landwirtschaft ermöglicht. Der Hof steht im Raum Nienburg.

 

Fachwerksanierung

CLA Fachwerkhotel Limburg 1512 (8) 600Das Bauen mit Holz und Lehm hat eine lange Tradition – und bautechnische Vorteile, die keine andere Materialkombination bietet. Vermeidlich moderne Baustoffen können beiden nicht das Wasser reichen.

Was in Mitteleuropa der Fachwerkbau ist, ist in Japan der Holzskelettbau. Auch dort gibt es eine lange Lehmbautradition. => Entwurf Japanisch Wohnen

Lehm nimmt Feuchtigkeit schneller auf als Holz. Gleichzeitig gibt Lehm die Feuchtigkeit in gleichem Maß wieder ab und hält sie fest. Daraus ergibt sich – unfachmännisch ausgedrückt – eine „konservierende“ Wirkung für das Holz.

Mehr zum Thema Lehmbau und Fachwerksanierung finden Sie hier und im Werkbericht.

 

Denkmalgeschütztes Arbeiterhaus in Norden

Vor der Modernisierung steht die Bauaufnahme, also das sorgfälltige Aufmessen und die Bauzustandsaufnahme. Die Aufgabe besteht darin das Haus in seinem ursprünglichen Charakter zu stärken und gleichzeitig den heutigen Ansprüchen an Wohnqualität und Energieeffizienz zu entsprechen. Es werden nur ökologische Materielien wie Holz, Lehm, Kalk, Naturfarben etc. zum Einsatz kommen. Die „ollen“ Kunststoffenster Fenster werden gegen neue, in alter Norder Tradition als Schiebefenster ausgebildete, Holzfenster ausgetauscht. Das Ziel ist es, dass das Haus nach der Modernisierung denkmalschützenswerter ist also vorher.

MLE Strassenansicht 600   MLE Aufmessen 600

MLE Bestand Grundrisse   MLE Bestand Ansichten

Fortsetzung folgt.