Archiv der Kategorie: Neubau

Eine Garage mit Solaranlage

Eine Anekdote aus dem Alltag:

Großes Grundstück, freistehendes Einfamilienhaus (ehemaliges Landarbeiter Haus), freistehende Doppelgarage. Beide Gebäude mit zur Straße giebelständigem Satteldach gleicher Neigung und Deckung. Die Garage ein Neubau, das Haus Bestand. Der Bauantrag seit einigen Wochen eingereicht.

Beim Ortstermin der Herr vom Bauordnungsamt: „Die Garage ist zu groß. Das geht so nicht.“ Architekt: „Wieso, sie ist doch nur 6 x 9 m groß, wie üblich?“ Antwort: „Das Satteldach geht nicht.“ Bauherr: „Auf welcher Grundlage basiert diese Entscheidung?“ Antwort: „Das hat die Baukonferenz entschieden.“ Bauherr: „Verstanden, aber auf welcher Grundlage hat die Konferenz entschieden?“ Antwort: „Das kann ich Ihnen nicht sagen. Es gibt keine. Aber so, wie beantragt, geht es nicht. Denken Sie sich etwas aus.“

Der Architekt hat darauf hin 13 DIN A2 Pläne angefertigt, um den Entwurf mit Satteldach zu begründen. Einige Wochen später erklärte der Herr vom Bauordnungsamt bei einem Telefonat: „Gegen die neuen Gauben im Dach des Hauses können wird nichts machen (ein zweites Thema). Gegen das Satteldach auf der Garage können wir auch nichts machen.“ Man achte auf die Wortwahl! Dennoch: Klasse! Sieg! Aber warten wir ab, bis der schriftliche Bescheid kommt.

  

Und übrigens, gemäß der Honorarordnung HOAI, an die Architekten ja gesetzlich gebunden sind, wird dieser Mehraufwand nicht honoriert. Nun könnte man sagen, halte Dich doch einfach an die Regeln. Ja, genau das haben Architekt und Bauherr ja nun von Vorne herein getan, denn es geht immer noch um Architektur und nicht nur um „Häuserbauen“ oder Schuhkartons – auch bei einem an sich so banalen Bauvorhaben.

 

Energiesparendes Bauen…

… beginnt bei der Beachtung der Himmelsrichtung und der entsprechenden Sonnenstände. Ein Sonnenstandsdiagramm kann hier entscheidende Eckpfeiler für den Entwurf des Baukörpers geben. Es geht um Wärme und Licht. So wird ein vermeintlich „simpler Anbau“ zu Architektur. Im Beispiel hier wird die Wohnraumerweiterung das bisherige Wohn-Esszimmer verdunkeln. Die Aufgabe ist dies möglichst weit zu reduzieren. Die Zeichnungen sprechen für sich.

  

   

Wenn die Bauform gewählt ist, stellt sich als nächstes die Frage nach der Einfachheit der Konstruktion, um die Kosten im Rahmen zu halten. Kann mit vorgefertigten Wand- und Dachelementen gearbeitet werden? Der Anbau befindet sich hinter dem Haus. Wie kommen sie dahin? Mauerwerk verursacht mehr Baudreck im Garten als eine Holzkonstruktion. Sind Steko-Holzmodule überzeugend? Kann die Außentüre an der Giebelwand angeordnet werden? Dann würde die Schrägverglasung deutlich günstiger?

Bei aller Freude an der Sonne darf der sommerliche Wärmeschutz nicht vergessen werden. Es wird auch die Frage beantwortet werden, wie die hier gewonnen Sonnenwärme dem dahinter liegenden Haus zu Gute kommen kann.

Es sind nicht nur die großen Projekte interessant. Auch „Kleinkram“ will ernst genommen und sorgfälltig bedacht werden. „Kleine feine Räume“ nenne ich das.

 

Offenes Wohnen

Offenes Wohnen bietet Großzügigkeit und schöne Raumsituationen. Hier ein Erdgeschoss in hochdämmenden Leichthochlochziegeln mit zweilagigem Lehmputz, Holzdecke mit Einhangziegel für den Schallschutz.

  

Offene Küche im Haus und es ist Freitag, also Fischtag. Heute Abend kommen Gäste. Hier hat Lehmputz Vorteile jenseits von Lüftungsanlagen. Mehr zum Thema in den Lehmbau-FAQs: „Welche Vorteile hat Lehmputz gegenüber den meist gebräuchlichen Gipsputzen?

 

Drei Eigentumswohnungen

Es sollen zwei Erdgeschosswohnungen und ein Penthouse entstehen, das Erdgeschoss in Ziegelmauerwerk, das Dachgeschoss in Steko-Holzmodulbauweise, da so die Statik einfacher ist. Während der Werkplanung wird besonders auf den sommerlichen Wärmeschutz zu achten sein.

Zum Pflichtenheft gehört auch ein solares Heizsystem, dass zu mindestens 90 % ohne zusätzliche Energie auskommt. Daher wird die Dachfläche vollständig für thermische Solarkollektoren reserviert werden. Die Frage des Wärmespeichers wird noch spannend.

  
  

Eine gute Zonierung öffentlicher, halböffentlicher bis privater Bereiche innerhalb der Wohnungen wird mit einer klaren Grundrisstruktur erreicht.

Wiedersehen nach 21 Jahren

Es ist immer erfeulich, wenn man nach langer Zeit an einem seiner geplanten Häuser vorbeikommt und es noch immer (fast) wie neu aussieht. Es hatte mir viel Freude gemacht damals.

  • Baujahr 1995
  • Klarer Grundriss
  • Holzrahmenbau
  • Zellusosedämmung
  • Kostengünstig

PLT 161015 (1) 800

 

Neubau einer Klavierbauwerkstatt

Derzeit liegt die Bauvoranfrage beim Bauordnungsamt. Im Stil der „Kleinen feinen Häuser“ soll hier eine Werkstatt für einen Klavierbauer entstehen. Die Architektur ist schlicht und zweckmäßig.

WHE Bauvoranfrage EG 160914   WHE Bauvoranfrage OG 160914

Dabei ist u.a. ein gutes Raumklima für die Klaviere zu beachten. Lange Bautrockungszeiten wie bei einem „Massivbau“ sollte es nicht geben. Überhaupt ist es hier besonders sinnvoll Baumaterialien zu verwenden, die einen guten Feuchteausgleich der Raumluft in der Werkstatt und im Verkaufs- und Proberaum garantieren. Natürlich spielt auch die Aktustik eine Rolle. Die Materialien der Wahl sind Holz und Lehm.

BTK Steko Modul 160920

Der Holzbau ist im Sinne einer kurzen Bauzeit und hoher Wirtschaftlichkeit im Steko-Holzbausystem geplant.

 

15.000+

Neubau eines Gewächshauses zur Pflanzenproduktion. 1. Bauabschnitt 15.000 m². Zur besseren Klimasteuerung eine Doppelfolienkonstruktion. Weitere Bauabschnitte. Einbau von Werkstatt und Sozialräumen. Holländischer Sichtziegel außen und innen und Holzbalkendecken. Pflegeleicht, robust, angenehm.

HAN-6 160505 (18) 800   HAN-6 160505 (25) 800
HAN-6 160505 (10) 800   HAN-6 160505 (17) 800

Perfekt das Zusammenspiel Bauunternehmer – Bauherr – Architekt. Interessant das Genehmigungsverfahren.

 

Neubau von zwei Jahrhundertwendehäusern

Entworfen für einen Generalunternehmer: Zwei Neubauten für Wohnen und Büro oder Praxis, ideal für Freiberufler, mit ökologischen Baustoffen wie Lehmputzen, Naturfarben und stilecht mit Holz- statt Betondecken.

   ABO-4 Bebauungsplan 600

Eine Baulücke in St. Tönis. Die Aufgabe: zwei Reihenhäuser. Man hätte „das Übliche“ planen können. Doch der Vorschlag den Charakter der Jahrhundertwendehäuser zur linken, an die direkt angebaut wird, modernen, klaren Grundrissen, großen Dachterrassen und neuzeitlichem Energiestandard zu übernehmen war beim Bauträger überzeugend.

Leider lässt der Bebauungsplan von 1994 die schönen hohen Geschosshöhen der vorhandenen Jahrhundertwendehäuser nicht zu – städtebaulich nicht einzusehen. Dagegen anzugehen erscheint unwirtschaftlich und zu langwierig. So wird die Reihe schöner Altbauten nur einen halbherzigen Abschluss bekommen können. Schade, wieder eine verpasste Chance wegen mangelhafter Städteplanung. Nichts desto trotz, die Häuser werden schön und dank Lehmputzen besten Raumklima vorweisen.

ABO-4-Strassenansicht-160412 600   ABO-4-Haus-1-EG-160412 600
ABO-4-Haus-2-Seitenansicht-160412 600   ABO-4-Haus-1-OG-160412 600
ABO-4-Gartenansicht-160412 600   ABO-4-Haus-1-DG-160412 600

Für den Käufer besteht die Möglichkeit, im Rahmen des baugenehmigten Entwurfes, die Häuser den eigenen Wünschen und Bedürfnissen anzupassen.

Die Baugenehmigung ist erteilt.

Nachtrag: Das Projekt wurde eingestellt dank der mangelhaften Leistung des Immobilienmaklers und der, wie sich herausstellte, unsoliden Projektfinanzierung des Generalunternehmers. Schade.

 

5 Eigentumswohnungen & 1 Penthouse

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Wieder ein sehr schmales, schlecht geschnittenes und obendrein teures Grundstück. Kein Platz für Parkplätze oder eine Tiefgaragenzufahrt. Das Haus steht dank Altlasten und schlechtem Baugrund auf 26 sieben Meter tiefen Bohrpfählen. Auf einen Keller wurde verzichtet. Es ist auch viel bequemer die entsprechende Abstellfläche und die Waschmaschinen in der Wohnung zu haben. Die Garagen sind im nur sechs Meter breiten Erdgeschoss untergebracht und eine Wohnung mit eigenem Zugang. Das Flachdach ist begrünt geplant, für den sommerlichen Wärmeschutz. Die Klimaanlage oben ist nicht geplant und herausgeworfenes Geld. Gleichzeitig soll die Dachfläche als Standort für Solarkollektoren dienen. Das Penthouse ist wie eine nachträgliche Aufstockung in Steko (c) Holzbau errichtet.