Archiv der Kategorie: Sachverstand

Fachberatung, Ingenieurleistungen, Gutachten

Nachhaltigkeit ist keine Alternative. Sie ist eine Grundvoraussetzung für gute Architektur. Es beginnt mit der Betrachtung historisch bewährter Bauweisen, denn was bereits gebaut ist, benötigt keine neuen Ressourcen. Den Altbaubestand zu ertüchtigen, damit er heutigen Ansprüchen genügt, ist aber nicht nur deswegen eine spannende Aufgabe. Neubauten werden meist schneller als gedacht zu Altbauten. Das sollte bei ihrer Planung bedacht werden.

Aufmaß eines denkmalgeschützten Arbeiterhauses

Altbaumodernisierung

  • Fachwerksanierung
  • Modernisierung von Jahrhundertwendehäusern
  • Innendämmung
  • Abdichtung von Baufeuchte
  • Energieberatung und Heizastberechnungen

Mein Angebot an Sie:

  • Bauherrenberatung
  • Bauaufnahmen, Aufmaße
  • Modernisierungskonzepte
  • Energieberatung und Heizlastberechnungen
  • Qualitätskontrolle
  • Gutachten (Bauschäden, Wertgutachten, Nachhaltigkeit)
  • Vorträge, Seminare, Schulungen
Neubau eines Penthouses im Holzmodulbauweise

Neubau

  • Lehm- und Holzbau
  • Solararchitektur
  • Siedlungsplanung

Eine gute Energieeffizienz allein bewirkt noch keine Nachhaltigkeit. Das gilt schon gar nicht, wenn umweltkritsche Baustoffe verwendet werden. Irgendwann müssen die Gebäude rückgebaut werden. Dann sollten sie Rohstoffquellen sein. Reuse, Recycling, Urban Mining wird heute genannt, was im Denkmalschutz lange Routine ist.

Sachverständigenleistungen

Als verbandsgeprüfter Sachverständiger (VfB, Verband freier Bau- und Bodensachverständiger e.V.) biete ich Gutachten und Mediation bei

  • Schäden an Gebäuden
  • Wertermittlungen von bebauten und unbebauten Grundstücken.

Zusätzliche Schwerpunkte sind der Lehmbau und das ökologische, nachhaltige Bauen.

Hier haben wir den Hausbock gefunden und mittel Heißkuftverfahren chemiefrei beseitigt.

Innenraumklima für eine Orgel

Die denkmalgeschützte Kirche in Cappel beherbergt eine ungewöhnliche Orgel. Wie bereits berichtet muss die Heizung erneuert werden. Gleichzeitig gibt es einiges am Bauwerk instand zu setzen. Das Projekt dauert aus einer Reihe von Gründen länger als ursprünglich angestrebt. Derzeit ist die alte Heizanlage ausgebaut. Weitere Untersuchungen haben neue Erkenntnisse gebracht, die Anpassungen an der bisherigen Planung notwendig machen.

Die Orgel interessiert das alles aber nicht. Sie erwartet eine gleichmäßige Luftfeuchtigkeit. Zum Glück haben wir darauf bestanden, die nötige Einhausung gegen Baustellenstaub mit 60 mm dicken Holzfaserplatten auszuführen. Dadurch konnte ein deutlich besserer Feuchteausgleich innerhalb der Einhausung erreicht werden, als es durch die sonst üblichen Folien und Klimageräte erreicht wird. Den guten Sorptionsfähigkeiten des Holzfasermaterials ist dies zuzuschreiben.

Ich hatte vorgeschlagen, das Raumklima mittels eines Wand- und Fußbodenheizsystems zu gestalten. Die Außenwände könnten in dem Zusammenhang temperiert und deren Feuchte kontrolliert werden. Wandfeuchte und Raumtemperatur haben Auswirkungen auf die Luftfeuchtigkeit, deren Wert für den dauerhaften Erhalt der Orgel entscheidend ist. Auf die notwendige Sanierung der Kanäle (konstruktiv, feuchteabdichtend, Entfernen künstlicher Mineralfasern) und des Schornsteins  der bisherigen Luftheizung könnte verzichtet werden. Da großflächige Sanierungsmaßnahmen des Innenputzes angeraten sind, würden Synergieeffekte nutzbar. Leider wurde der Architektin und mir nicht gefolgt, sondern auf ein veraltetes Luftheizsystem gesetzt, trotz hoher Kosten für eine notwendige Asbestsanierung.

Ertüchtigen des Tragwerks – eine Momentaufnahme

Bei alten, denkmalgeschützten Gebäuden, wie hier einem niederrheinischen Hallenhaus als Teil einer Hofanlage, lässt sich nicht alles vom Schreibtisch aus planen. Vieles wird vor Ort erkundet. Der Tragwerksplaner muss nachrechnen und mit dem Zimmermann Hand-in-Hand arbeiten, handwerklich richtige Lösungen zu finden. Der Architekt muss alles im Zusammenhang mit den geplanten Zielen halten, die Abstimmungen mit der Denkmalbehörde und den Fördergeldgebern vornehmen. Hier eine Momentaufnahme:

   
   

Das Haus steht derzeit auf Stützen. Die schräge Außenwand ist gesichert. Schritt für Schritt können die maroden Teile des Tragwerks ertüchtigt werden. Der Dachstuhl besteht aus einem originalen Teil und einem etwas abenteuerlich aufgesetzten, deutlich späteren Teil.

 

St. Peter und Paul in Cappel

Ein solches Projekt hat man nicht alle Tage. Die Kirche St. Peter und Paul in Cappel an der Wurster Nordseeküste ist als Gebäude selbst schon ein Denkmal. Ihre Wurzeln reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück.  Auch die Glocken sind etwas Besonderes. Sie sind seit fast 500 Jahren Bestandteile der Backsteinkirche. Weil das noch nicht ausreicht, ist die Orgel die besterhaltene des berühmten Orgelbauers Arp-Schnitger. Sie stammt aus 1680 und ist seit 1816 in Cappel.

In diesem ungewöhnlichen Zusammenhang muss die Heizung erneuert werden, die Fenster Instand gesetzt, die Verfugung und teilweise das Mauerwerk der Fassaden von Mängeln und vergangenen Bausünden befreit, Feuchteschäden am Innenputz beseitigt und die Deckentonne neu wärmegedämmt werden. Nach gemeinsamen Überlegungen hat das Büro regionaltypische Bauwerke den Auftrag angenommen. Mein Anteil beinhaltet bauphysikalische und bautechnische Beratung sowie das Mitwirken bei der Bauüberwachung.