Archiv der Kategorie: Modernisierung / Instandhaltung

Bauaufnahme, Nutzungsänderung, Instandsetzung einer niederrheinischen Hofanlage

Es begann mit dem Aufmaß und der Bestandsaufnahme. Dann folgten der Vorentwurf und Entwurf, jeweils mit intensiver Abstimmung mit der Denkmalbehörde. Die nötigen Maßnahmen zur Erhaltung des Denkmals werden ausführlich beschrieben, der Vermesser und Statiker einbezogen. Vorläufige Ergebnisse sind der Bauantrag und der Antrag auf Landeszuschüsse. Als nächstes steht eine gründliche, detailierte Werkplanung an.

 

 

Das Bad der Künstlerin

Es ist pünktlich fertig und zu sehen beim diesjährigen, 4. Offenen Atelier der Künstlerin: ein kleines, feines Bad. Im Keller gab es noch ein Fundus von farbigen Fliesen. Es sind die Reste des Familienbades im 2. OG und sollten verwertet werden. Antje Seemann hat 1:1 Entwürfe für jede farbige Fläche ausgelegt und jede einzelne Platte durchnummeriert. Nichts ist hier Zufällig. Gemeinsam haben wir damit exakte Fliesenpläne per CAD gezeichnet. Der Spiegel ist auf Lehmputz geklebt.

  
  

Das Bad ist Bestandteil eines Appartements in dem Jahrhundertwendehaus. Auch das Zimmer, der Flur und die Küche sind komplett modernisiert und neu mit Lehmputz aufgewertet. Der Lehmputz sorgt für guten Feuchteausgleich und eine angenehme Atmosphäre.

Hier auch das „Seerosenzimmer“ mit großformtigen Linoldrucken in schwarz-weiß und als farbige Mehrplattendrucke.

Das Apartement kann ab 2019 gemietet werden.

Planung: Antje Seemann, Olaf Paproth
Lehmputzarbeiten: Olaf Paproth
Anstricharbeiten: Antje Seeman

 

13 Monate für ein „vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren“

Es hat sage und schreibe vom 19.09.2017 bis zum 08.10.2018 gebraucht bis die Baugenehmigung erteilt wurde. Das sind knapp 13 Monate für ein „vereinfachtes Genehmigungsverfahren“. Nach immerhin neun Monaten fiel dem Bauordnungsamt auf, das eine Artenschutzprüfung und ein landschaftspflegerischer Fachbeitrag notwendig waren. Ohne die war auch eine Teilbaugenehmigung für die Erneuerung des Dachstuhls nicht möglich. Wenn das so entscheident ist, darf die Frage gestellt werden, warum sie nicht sofort nach dem Einreichen des Bauantrages gestellt wurde. Es handelt sich um die Modernisierung eines Einfamilienhauses aus den 20er-Jahren.

  

Der Zustand vor der Artenschutzprüfung. Das Haus wurde bewohnt übernommen und inzwischen von allem „Verhunzten“ befreit. Ich bin sehr für Natur- und Artenschutz, aber hier gab es erkennbar nichts schützenswertes. Durch die mehrmonatige Verzögerung des Bauordnungsamtes hätte es allerdings sein können, das inzwischen Feldermäuse eingezogen wären. Zum Glück ist das nicht geschehen. Wir werden für Nisträume sorgen. Das tue ich immer.

Das Dach hätte im Sommer erneuert werden sollen. Die Lehmputzarbeiten sollten längst fertig sein, damit sie vor dem Winter trocknen könnten. Nun wird es Winter…

 

Fachwerkscheune – Die Aufmaßpläne sind fertig

Umbau einer denkmalgeschützen Fachwerkscheune von 1775

Als Grundlage für die weitere Planung sind Bestandspläne nötig – eigentlich eine Binsenweisheit, dennoch oft stiefmütterlich behandelt. Wir haben aufgemessen, eine ausführliche Fotodokumentation erstellt und dann Pläne gezeichnet. Hierbei gilt es abzuwägen zwischen wissenschaftlicher Akribie, atmosphärischen Zeichnungen und pragmatischer Notwendigkeit. Als Nächstes folgt die zeichnerische Darstellung der Zustände der einzelnen Gefache und des Fachwerks. Parallel wird nun mit dem Vorentwurf begonnen.

  
  
  

 

Fachwerkscheune – Es beginnt mit der Bauaufnahme

Ein schöner neuer Auftrag: der Umbau einer denkmalgeschützen Fachwerkscheune von 1775 in ein Ferienhaus. Er beginnt mit der Bauaufnahme, also dem Aufmaß und der Dokumentation des baulichen Zustandes.

Ich messe gerne von Hand auf, unterstützt von einer ausführlichen Fotodokumentation. Durch die Auseinandersetzung mit dem Haus bei der Handarbeit lerne ich es intensiver kennen, als mit moderner, Computer gestützter Vermessungstechnik. Letztere ist möglicherweise schneller, was das Maßliche angeht.

  

Bei einer Baufnahme geht es darum, das Gebäude zu verstehen und Stärken und Schwächen zu erkennen. Da rentiert sich die „gute, alte Handarbeit“.

 

Bürgerhaus mit Stall aus den 17. Jahrhundert

Gemeinsam mit den Büro „reginaltypische Bauwerke„, Sonja Palmer: Bauaufnahme, Gesamtkonzept, Umbau des ehemaligen Pferdestalls zu Wohnraum.

     
     

Nach der Bauaufnahme und Untersuchungen zur Bauforschung ist der aktuelle Stand des Projektes der Abschluss der Entwurfsphase für den Umbau. Zur Zeit arbeiten wir an der Kostenschätzung.

Hier die Fortsetzung.

 

Modernisierung eines 60er-Jahre Hauses – Teil 2

Außen fast fertig, von innen schon bewohnt. Hier vorher-nacher-Bilder:

  

Wie schon gesagt, war der ursprüngliche Wunsch eigentlich ein Haus im Bauhaus-Stil.

  

Der nun das Haus prägende, in das Obergeschoss eingeschobene Cubus besteht tatsächlich aus zwei Gauben und einem daran angehängten, freitragenden Anbau über der Garage. Holzbau macht es möglich.

  

 

Modernisieren einer Altbaudecke

Aus der Werkplanung eines aktuellen Projektes kommt die Antwort einer Frage an meine Lehmbau-FAQs:

„Die Decken meines Altbaus sind Holzbalkendecken. Bis auf die Balken muss der vorhandene Aufbau entfernt werden. Es soll in der Art des Originals neu aufgebaut werden, der Schallschutz und gleichzeitig die Statik verbessert werden. Dazu hätte ich gerne einen Vorschlag.“

 

Die Werkplanung, Handwerk des Architekten

 

Austausch von Asbestzementplatten in einer Kirche

Im Zuge von Instandhaltungsmaßnahmen der Kirche wurden die Asbestzementplatten der Geländer des Chores entfernt und durch von uns gestaltete Holzfüllungen ersetzt. Die vorhandene Metallkonstruktion sollte sichtbar erhalten bleiben. Die Handläufe und Brüstungsplatten aus Holz wurden mit Natur-Hartöl behandelt.

  

  

Obwohl die Kirche nicht denkmalgeschützt war, wollten wir den bisher unverfälschten Charakter erhalten. Man sollte meinen, alles sei ursprünglich so gedacht, wie es nun ist. Die ursprünglich Gestaltungsidee, entsprechend ihrer Zeit, wurde gewürdigt und, mit Mitteln des ökologischen Bauens, gleichzeitig von Ihrem gesundheitsgefährdendem Potential befreit.