Neubau eines baubiologischen Einfamilienhauses

Die Aufgabe ist eindeutig: Entwurfs- und Werkplanung für den Neubau eines konsequent baubiologischen Einfamilienhauses in Holz-Lehmbauweise. Nachdem die Grundrisse gründlich immer weiter verfeinert wurden, stellte sich die Frage nach der Form des Gebäudevolumens. Es gibt ja verschiedene Herangehensweisen. Ich entwerfe gerne von innen  nach außen. Wenn die Grundrisse stehen, wäre es einfach die Wände „hochzuziehen“ und mit einem Flachdach zu versehen. „Bauhaus-Stil“ nennt man das dann heute. Meistens hat es aber mit den Idealen des Bauhaus nichts gemein.

Bei einem 11 m breiten Haus und der verbreiteten Dachneigung von etwa 45° würde mir dieses Haus zu hoch werden und die Nachbarn zu sehr verschatten. Die Proportionen wären arg plump bei einer Neigung von 30°. Ich hätte aber gerne eine Dachneigung für Sonnenkollektoren (Wärme) und Photovoltaik. Ziel: Null-Energiehaus. Ob das klappt weiß ich heute noch nicht. Sicher werden wir aber nahe dran kommen. Ich werde berichten. Der Flachdachbereich soll intensiv begrünt werden. Die Geschosshöhen betragen in Erdgeschoss 3,25 m , im Obergeschoss 3,00 m. Zentral im Haus eine Stampflehmwand (braun). Hier der aktuelle Stand des Entwurfs (Erdgeschoss, Obergeschoss, Ansichten):

 
 

 

Dienstleistungen für Industrie und Gewerbe

Es gehört nicht zu meinem Arbeitsschwerpunkt, weil nachhaltiges Bauen immer noch mehrheitlich im Wohnbau nachgefragt wird. Gerne übernehme ich Arbeiten wie Bestands- und Maschinenpläne pflegen, kleinere und gerne auch größere Umbaumaßnahmen. Gewerbebetriebe nachhaltig zu gestalten – die Gebäude betreffend, aber auch die Prozesse – ist dennoch eine sehr spannende Aufgabe, planend und beratend…

 

Aktuelle Hinweise zu den Ausschreibungen

Auch wenn derzeit keine konkreten Ausschreibungen vorliegen, sind wir immer interessiert an Handwerkern, denen konsequent gesundes und nachhaltiges Bauen am Herzen liegt. Das gilt besonder für Verarbeiter von Dernoton, die Themen der „artgerechten“ Altbausanierung und des Lehmbaus (Stampflehm).

Aktuelle räumliche Eingrenzung:

  • Stadt und Städteregion Aachen
  • Solingen
  • Nettetal
  • Rheinberg
  • Cappel (Wurster Nordseeküste)

 

Aufstockung

Ein aktuelles Thema ist für viele Städte die „Nachverdichtung“, um Wohnraum zu schaffen, also das Schließen von Baulücken und das Aufstocken geeigneter Bestandsgebäude. Der Holzbau ist bestens geeignet.

Montag angeliefert – Freitag ist das Dach regensicher.

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Steko (c) Holzbausystem.

 

Die Fenster eines denkmalgeschützen Ziegelhofes

Update Januar 2020: Der Bauantrag ist genehmigt. Die Werkplanung kann beginnen.

Thema: Bauaufnahme, Nutzungsänderung und Instandhaltung einer denkmalgeschützen niederrheinischen Hofanlage

29.01.2019 Heute haben wir mit der Bestandsaufnahme begonnen. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Büro regionaltypische Bauwerke, Viersen, durchgeführt.

 

Fachwerkscheune – Die Aufmaßpläne sind fertig

Update Januar 2020: Eine Bauvoranfrage zur Erweiterung ist vor einigen Monaten eingereicht.

Umbau einer denkmalgeschützen Fachwerkscheune von 1775

06.08.2018 Als Grundlage für die weitere Planung sind Bestandspläne nötig – eigentlich eine Binsenweisheit, dennoch oft stiefmütterlich behandelt. Wir haben aufgemessen, eine ausführliche Fotodokumentation erstellt und dann Pläne gezeichnet. Hierbei gilt es abzuwägen zwischen wissenschaftlicher Akribie, atmosphärischen Zeichnungen und pragmatischer Notwendigkeit. Als Nächstes folgt die zeichnerische Darstellung der Zustände der einzelnen Gefache und des Fachwerks. Parallel wird nun mit dem Vorentwurf begonnen.

  
  
  

 

Bauaufnahme, Nutzungsänderung, Instandsetzung einer niederrheinischen Hofanlage

Es begann mit dem Aufmaß und der Bestandsaufnahme. Dann folgten der Vorentwurf und Entwurf, jeweils mit intensiver Abstimmung mit der Denkmalbehörde. Die nötigen Maßnahmen zur Erhaltung des Denkmals werden ausführlich beschrieben, der Vermesser und Statiker einbezogen. Vorläufige Ergebnisse sind der Bauantrag und der Antrag auf Landeszuschüsse. Als nächstes steht eine gründliche, detailierte Werkplanung an.

 

 

Bürgerhaus mit Stall aus den 17. Jahrhundert II

Der Entwurf ist mit der Denkmalbehörde abgestimmt, der Bauantrag erstellt und genehmigt. Wichtige Elemente sind der Erhalt des Flures mit seiner Holzvertäfelung, die Öffnung zum eigentlichen Stall oberhalb des Futtertroges und der Futtertrog selbst. Die Wände sind mit Lehmmörtel durch die Bauherren verfugt worden. Hier wurde nicht nur mit Lehmunterputz verputzt, sondern die teils mehrere Zentimeter tiefen Fugen mit Mauermörtel aufgefüllt, um den Wänden die ursprüngliche Stabilität zu verleihen. Ein zweilagiger Lehmputz folgt. Lehmmauermörtel haben wir empfohlen, weil er zum einen mit dem ursprünglichen, für heutige Verhältnisse sehr mageren, weichen, Kalkputz harmoniert und gleichzeitig gut in Eigenleistung zu verarbeiten ist. Eine Einweisung in die Lehmbauarbeiten erfolgt durch uns.


 

Die Bauherren haben auf eine Werkplanung verzichtet. Die Ausschreibungen für alle Gewerke von Zimmererarbeiten, Dachdeckung über Elektro-, Wasser-, Heizungsinstallation bis zu den Ausbaugewerken wie Schreiner-, Putzer-, Maler- Bodenarbeiten der handwerklichen Arbeiten wollen das Lehrerehepaar selbst vornehmen.

 
 

Nachtrag im August 2019: Inzwischen ist ein schöner Beitrag im Blog der Firma Claytec über das Projekt erschienen. Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung sind abgeschlossen und die Lehmbauarbeiten haben begonnen.

Hier geht es zum Teil I

Das Projekt ist eine Kooperation mit dem Büro „regionaltypische Bauwerke“.

 

Anbau in Holz und Glas

„Kleine feine Räume“ habe ich sie genannt. Auch einfache Anbauten brauchen nicht langweilig sein. Hier ist der Raum teilbar. Danach sind die Fenster, das statische und das Raster des Glasaufbaus gegliedert. Die dahinter liegenden Räume sollen durch den Anbau möglichst wenig verschattet werden. Dennoch darf letzterer nicht überhitzen. Gewählt ist eine Holzkonstruktion mit Holzfaserdämmung, kostengünstig und mit bestem sommerlichen Wärmeschutz. Entlüftungen im Glasdach und außenliegende Verschattungen ergänzen dies. Die Fassade besteht aus Holzfaserplatten, die mit Kalkputz zeilagig verputzt werden. das Flachdach ist begrünt geplant.

  
  

Es ist das Ergebnis sehr unterschiedlicher entwurflicher Gedanken. Noch ist der Anbau nicht ganz fertig. Es folgen die Eigenleistungen des Bauherrn.

 

Jetzt in Aachen

Update Januar 2020: Inzwischen bin ih mit dem Büro in das Erdgeschoss umgezogen. Auch hier haben wir gründlich renoviert mit Lehmputz und Silikatfarben. Die Decken wurden mühsam von den alten Anstrichen befreit, anschließend mit Lehmspachtel gespachtelt und geschliffen.

Es liegt noch der originale Dielenboden. Er ist jetzt mehr als 100 Jahre alt. (Das zum Thema Nachhaltigkeit.) Gleiches gilt auch für die Wohnungstüre und die Zimmertüre, die wir aufgearbeitet haben. Die Pappwabentüre der Vorbesitzer, zum Bad/WC, haben wir stilecht mit einer Massivholz-Füllungtüre ersetzt – ohne Anstrich denn sie ist ja neu.

Gut 100 Jahre alte Türe

Ebenso alter Dielen Boden

Zum zweiten Mal bin ich nun nach Aachen gezogen, das erste Mal nach dem Studium an der RWTH vor 35 Jahren, nun als Architekt, Lehmbauer und Berater. Die Gründe sind beruflicher und privater Natur gleicher Maßen. „Das Bad der Künstlerin“ ist nun meines und „das Seerosenzimmer“ mein Besprechungszimmer. Ein kleines, feines Büro im einem schönen Jahrhundertwendehaus, komplett mit Lehmtrockenbau, Lehmputzen, Linoleum- und geöltem Korkboden und ein paar nachhaltigen Möbeln aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Der Garten in letztem Sommer – Vorfreude